Der Versuch der britischen, ecuadorianischen und US-amerikanischen Regierung, die illegale Auslieferung des Journalisten und WikiLeaks-Gründers Julian Assange in die Vereinigten Staaten zu erzwingen, ist eine antidemokratische Verschwörung und eine schamlose Verletzung des Völkerrechts.

Während die US-Regierung den Prozess gegen Assange als legale Auslieferung darstellt, wird der Unterschied zwischen einer solchen legalen Auslieferung und einer so genannten „außerordentlichen Überstellung“ (rendition), bei der ein Staat eine außergerichtliche Entführung zum Zwecke der willkürlichen Inhaftierung, Folter und Bestrafung durchführt, faktisch abgeschafft.

Die US-Regierung wendet für Assange eine ähnliche Methode an, wie sie sie gegen diejenigen anwendet, die sie während des „Krieges gegen den Terror“ außerordentlichen Überstellungen unterzogen hat. Seit 2001 hat die CIA Hunderte von Menschen entführt, gefesselt, durch die ganze Welt in geheime CIA-Kerker („Black Sites“) geflogen und sie harter Verhöre und Folter unterzogen. Sobald die Regierung Assange in die Finger bekommt, ist es fraglich, ob man ihn jemals wieder zu Gesicht bekommen wird.

Der Prozess wurde von einer medialen Schmähkampagne begleitet, die keine Zurückhaltung kennt. Ihr Ziel ist es, Assange in ein Monster zu verwandeln, damit man ihm seine Rechte entziehen kann.

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