Die heutige Mieten-Demonstration ist Teil einer wachsenden internationalen Mobilisierung gegen soziale Ungleichheit, Arbeitshetze und Staatsaufrüstung. Immer deutlicher richtet sich der Widerstand direkt gegen den Kapitalismus und das Profitsystem.

Vor genau einem Jahr fand hier in Berlin schon einmal eine Großdemonstration gegen dramatisch steigende Mieten statt. Damals erwarteten die Veranstalter 4000 Teilnehmer; es kamen 25.000. Seither hat sich die Lage weiter verschärft. Immer mehr Wohnungen werden von Miethaien aufgekauft, die die Mieten hochsetzen und Mieter aus ihren Wohnungen vertreiben.

Doch der Widerstand dagegen wächst. Die Forderung nach Enteignung von Immobilienunternehmen findet wachsende Zustimmung. Nach einer Umfrage stellte die Frankfurter Allgemeine Zeitung entsetzt fest, dass sie von der Mehrheit der Befragten unterstützt wird. Das Finanzblatt kommentierte fassungslos: „Knapp 30 Jahre nach dem Fall der Mauer wird die Karl-Marx-Allee so zum Pionier der Wiedereinführung des Sozialismus. Es lebe die Revolution.“

Die Forderung nach Enteignung ist richtig. Man kann den Mietenwahnsinn nicht stoppen, ohne die Vermögen und die Macht der Spekulanten, Banken und der Reichen anzutasten. Was allerdings der Linkspartei und anderen vorschwebt, die sich dem Volksbegehren „Deutsche Wohnen & Co. enteignen“ angeschlossen haben, ist eine Mogelpackung, die die Bereicherungsorgie der Spekulanten nicht stoppen, sondern ungebremst fortsetzen wird.

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