Stimmen gegen Krieg

Die Ablehnung der Kriegspolitik findet in den offiziellen Medien keinen Ausdruck. Hier kommen Stimmen gegen den Krieg zu Wort.

Brief eines Russlanddeutschen

Hallo Liebe PSG-Mitglieder und alle, die meinen Betrag lesen!

Ich habe mich wirklich gefreut, als ich das Plakat von der PSG mit dem Aufruf „Stoppt die Kriegshetze gegen Russland!“ gesehen habe. Liebe PSG-Mitglieder, Danke für ein gutes Gewissen und ehrliche Worte. Sie verstehen es wirklich richtig, dass unsere deutsche Regierung unter Führung von der Frau Merkel und von dem Herrn Steinmeier wirklich schlimme Sachen unterstützt.

Demokratie in Deutschland ist gefährdet. Wir, in Deutschland, haben Recht auf neutrale und objektive Nachrichten. Allerdings, heutzutage sieht man viele Zeichen der Propaganda in Deutschland. Unsere deutschen Medien zeigen vieles falsch, verharmlosen faschistische Ideen und unterstützen die ausländische Politiker, die nationalistische und faschistische Ideen befürworten.

Deutsche Medien sind inzwischen dermaßen von der Regierung abhängig, dass keine objektive Sicht auf Situationen mehr zu hören und zu sehen ist. Schauen Sie mal russischsprachige Sender wie Rossia24 und es wird klar, dass in deutschsprachigen Medien die Russophobie und Russenfeindlichkeit herrscht. Leider kann die Mehrheit der Deutschen kein Russisch. Als Russlanddeutscher, der in Deutschland lebt, bekommt man Angst. Nationalismus und Faschismus werden in Deutschland verharmlost! Wir, Russlanddeutsche sind eine Minderheit, die von der Politik der Frau Merkel und des Herrn Steinmeier besonder benachteiligt wird.

Liebe PSG-Mitglieder! Ich wünsche Ihnen Erfolg! Bleiben Sie dran! Bleiben Sie auf dem Weg zum Frieden!

Mit freundlichen Grüßen,

Held von Antifaschist

„Nie Wieder Krieg“

Werner Siepmann spricht über seine Kriegserinnerungen.

Dina (30), Studentin aus Würzburg

Seit der Syrien-Krise sind es fast schon drei Jahre! Das Land versinkt im Chaos. Kurz vor dem Krieg hatten wir unsere Verwandten besucht, paar Monate später konnte ich das nicht glauben, dass gerade dort, wo wir noch friedlich unsere Ferien verbrachten, nun die Menschen um ihr Leben und ihre Existenz bangen!!! Seitdem können meine Töchter ihre Großeltern nicht sehen. Vor allem seit wir Nachwuchs bekommen haben fällt es uns besonders schwer, unsere Freude nicht teilen zu können. Vor dem Krieg ging es Syrien relativ gut, das Land war im Aufschwung. Jetzt ist es ins Mittelalter zurückgebracht worden… Schade… Der Krieg ist sinnlos. Will man was verändern, dann mit friedlichen Bewegungen.

Christine (22), Studentin aus Köln

Es ist so, als ob man hunderte Jahre gegen einen unsichtbaren Feind kämpft. Dieser Feind ist hinterlistig, intrigant und gefährlich. Die ganze Welt merkt es nicht, wie es jedes Jahr schwieriger wird, gegen ihn anzukämpfen. Ich frage mich, wie man so blind und unwissend oder wissend und tatenlos sein kann, wenn so vieles in dieser Welt falsch läuft? Man ist heutzutage so eingeschüchtert von den Massenmedien, sodass man kaum mehr eigene Meinung äußern kann. Versucht mal auf der Straße gegen Mainstream etwas zu sagen, ihr werdet nicht mal euren Satz zu Ende bringen können, da die Leute euch einfach überfallen werden. Das klappt sogar an der Uni schlecht, weil teilweise die Menschen andere Meinung nicht einmal hören wollen und genau dort sollte es ja anders sein: man führt ja dort wissenschaftliche Diskussionen. Momentan ist es nicht möglich, da die Menschen so stark gespalten werden. Wir müssen aufwachen! Uns informieren! Uns vereinen! Ich will keinen Krieg! Ich würde mir wünschen, dass unsere Politiker mit der Hetzerei gegen Russland aufhören und lieber miteinander kooperieren!

„Die Ukraine ist ein neuer Markt für die EU.“

Teilnehmer einer Kundgebung der PSG sprechen gegen Krieg.

Mattias (42), IT-Fachkraft aus Berlin

Es ist kaum zu glauben, wie schnell sämtliche Hemmungen der westlichen Regierungen verloren gehen.

Noch 2012 hat das Europäische Parlament vor der rechtsradikalen Swoboda gewarnt.
Anfang des Jahres war es dann schon kein Problem mehr, dass die Swoboda und andere faschistische Gruppen den Putsch in der Ukraine mit angeführt haben.
Heute wird nicht nur stillschweigend akzeptiert, dass sie wichtige Posten in der ukrainischen Putschregierung besetzen, nein, sie werden auch noch „geadelt“, indem sich namhafte westliche Politiker mit diesen Leuten treffen!

Jetzt werden immer schwerere Geschütze gegen Russland aufgefahren, das angeblich die Schuld an der jetzigen Situation trägt. Dabei war es der vom Westen gestützte Putsch, der den Stein ins Rollen brachte. Die permanenten Provokationen der USA und der EU (Sanktionen, Truppenverlegungen) sowie der ukrainischen Putschregierung (Militäreinsatz gegen Zivilisten) heizen die Lage immer weiter an und vergrößern täglich die Gefahr einer militärischen Konfrontation.

Dazu läuft in den Medien eine Hetzkampagne gegen Russland, die einem den Atem verschlägt.
Sie zeichnet sich nicht nur dadurch aus, dass einseitig und manipulativ Berichtet wird, sondern schreckt auch nicht davor zurück, Unwahrheiten, wie die über die angeblichen OSZE-Beobachter, zu verbreiten und immer wieder zu wiederholen. Die öffentlich rechtlichen Sender sind hier ganz vorne mit dabei. Die Tagesschau oder heute lassen sich kaum noch ertragen.

Und sämtliche bürgerliche Parteien blasen in das selbe Horn!

Unterstützung von Faschisten, militärische und diplomatische Provokationen, Kriegshetze von Parteien und Medien.

Und das alles für die geostrategischen Ziele der imperialistischen Mächte, wie den USA und Deutschland. Es geht um die Kontrolle über Osteuropa und Russland. Bundespräsident Gaucks Rede vor der Münchner Sicherheitskonferenz und die Kommentatoren diverser Medien wie FAZ und die Zeit sprechen es offen aus.

Das können wir uns nicht gefallen lassen!

Lutz, 46

Bücher die hundert Jahre alt sind wirken meist uninteressant und überholt. Nicht so Lenins „Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus“. Die Schrift kann man online aufrufen. Ich las sie nochmals. Wie aktuell sie ist! Das ist ja auch kein Wunder, denn an der grundlegenden gesellschaftlichen Struktur hat sich seit hundert Jahren nichts geändert.

Imperialismus, so Lenin, ist nicht eine aktuell mal bevorzugte Politik, die daher morgen auch wieder geändert werden könnte. Imperialismus liegt in der monopolistischen Ökonomie des Kapitalismus begründet. Die dazugehörige Politik und die Kriegstreiberei gehören unlösbar zu ihm. Der Krieg ist ein unvermeidbares Resultat, wenn nicht die Volksmassen den Kapitalismus stürzen. Alles hängt heute am seidenen Faden, denn es ist heutzutage wegen der Zerstörungskraft der Waffen nicht beliebig, wann und wie das Eingreifen der Massen erfolgt.

Karl, Berlin

Wir sind ganz nahe an einem Krieg, aus dem leicht ein Weltkrieg werden kann. Das, was sich da in der Ukraine abspielt, ist von den Westmächten inszeniert, um Russland einzukreisen. Sie haben Russland seit der Wiedervereinigung umzingelt, genauso wie China im Fernen Osten. Mit viel Geld, Waffen und verschiedenen, meiner Meinung nach von der CIA organisierten sogenannten Revolutionen haben sie schon einen großen Teil der ehemaligen Sowjetrepubliken rund um Russland wie die baltischen Staaten unter EU-Einfluss gebracht oder sogar zu NATO-Mitgliedern gemacht. Dazu kommen Länder des ehemaligen Ostblocks wie Polen oder Rumänien. Jetzt arbeiten sie daran, dasselbe in der Ukraine zu erreichen.

Sie wollen solange provozieren, bis Russland in der Ukraine einmarschiert und Deutschland und die USA dann einen „Grund“ haben, ihrerseits Krieg zu führen. Besonders schlimm finde ich, dass Deutschland dabei mit berüchtigten faschistischen Organisationen in der Ukraine zusammenarbeitet.

Ich bin der Überzeugung, dass die Gründe für diese Kriegsvorbereitungen die Rohstoffe und Märkte in Russland und in der Ukraine sind. Die Kontrolle über die Ukraine ist für die EU und die USA aber vor allem auch eine strategische Frage – auf dem Weg zur Kontrolle über Russland.

Aus denselben Gründen haben die USA und ihre europäischen Verbündeten in Europa schon Kriege in Nordafrika, im Nahen Osten, in Syrien und in Afghanistan geführt.

Ganz schlimm finde ich die Kriegspropaganda in den Medien, die natürlich jeden Tag genau das Gegenteil behaupten. Sie wollen erreichen, dass die Bevölkerung passiv bleibt und alles mit sich machen lässt.

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Massimo (45), Opel Rüsselsheim

Es stimmt nicht, dass die Westmächte für Demokratie und Menschenrechte stehen. Die sind nur auf ihre Machtinteressen aus. Ich glaube, dahinter steht die Krise des Kapitalismus. Jeder ist nur darauf aus, sein eigenes Schäfchen ins Trockene zu bringen – auf Kosten der anderen. Auch Putin versucht, die Zähne zu zeigen. Das führt dann zu internationalen Konflikten. Die Bundesregierung ist eine treibende Kraft dabei.

Ich wünsche Euch viel Erfolg bei eurer Kampagne gegen die Kriegsentwicklung. Man muss wirklich etwas dagegen tun. Die Lage ist brandgefährlich.

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Nuri, Opel Rüsselsheim

Ich befürchte, dass der Krieg nicht mehr vermeidbar ist. In Jugoslawien hat sich Deutschland Ende der 1990er Jahre auch schon eingemischt. In meinen Augen will der Westen Krieg!

Keiner weiß, ob der kommende Krieg sechs Tage oder sechs Monate dauern wird. Ich bin aus der Türkei, das ist gerade mal um die Ecke.

Diese Geschichte muss mal ein Ende haben. Denen geht es nur ums Geld. Russland wird isoliert. Die Nato-Länder haben Russland schon eingekreist. Kein Wunder das Russland sich bedroht fühlt. Alles ist schon vorbereitet für den nächsten Krieg.

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Rita Popova (65), Köln

Ich bin in der Ukraine geboren worden und habe später lange in Moldawien gelebt. Seit 16 Jahren wohne ich bereits in Deutschland. Meine jüdische Familie wurde während der faschistischen Besatzung der Ukraine im Zweiten Weltkrieg durch die Nazis fast vollständig ermordet. Für uns ist es heute unerträglich, dass in Kiew Faschisten an der Macht sind. Es ist unvorstellbar, dass nach der Erfahrung der Nazi-Herrschaft, nun Menschen an der Macht sind, die Stepan Bandera und Adolf Hitler verehren.

Die deutschen Medien informieren die Menschen hier falsch, sie verbreiten Lügen über die Ostukraine und Russland. Die normale Bevölkerung hier müsste hören, was die Menschen in Charkow und Donezk denken und sagen, dann würden sie verstehen, dass Steinmeier und Hollande große Fehler machen. Es ist auch ein schlimmes Zeichen, wenn die Faschisten in die Europäische Union geholt werden. Das wird schlimme Folgen auch für die Menschen in Deutschland und ganz Europa haben.

Ulrich Rippert, Spitzenkandidat der Partei für Soziale Gleichheit

Hundert Jahre nach Beginn des Ersten Weltkriegs bereitet sich die deutsche Regierung erneut auf Krieg vor. Sie hat in der Ukraine eine Krise provoziert und nutzt sie jetzt als Vorwand für militärische Aufrüstung.

Gauck, Merkel, Steinmeier, die Grünen, die Linkspartei – alle unterstützen den Kriegskurs. Die Medien sind gleichgeschaltet. Es ist eine regelrechte Provokation. Sie beginnt wie immer mit Lügen und endet in einer Katastrophe.

Wir sind die einzige Partei, die dagegen kämpft. Nicht noch einmal! Zwei Weltkriege sind genug!

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Hasan, Arbeiter aus Berlin

Die Kriegsdrohungen gegen Russland sind die Fortsetzung der Kriege gegen Irak und Syrien. Nur, dass die EU jetzt voll mitmacht. Das ganze läuft darauf hinaus, die ganze Welt wieder unter die Kontrolle der Großmächte zu bringen, also neu zu kolonialisieren.

Ich lebe seit 40 Jahren in Deutschland, meine Kinder sind hier aufgewachsen. Sie sind Deutsche, europäisch sozialisiert, sie sind hier zuhause, und das ist auch in Ordnung so. Aber ich hatte immer gehofft, dass sie eines Tages wenigstens die Heimat meiner Familie, Palästina, in Frieden besuchen können. Wenn ich mir die heutige Politik ansehe, muss ich sagen, daraus scheint wohl nichts zu werden.

Der Irak und Syrien wurden von den USA zerstört. Die Menschen leben dort heute unter ganz schlimmen Bedingungen, besonders die Kinder leiden. Bekannte schicken mir Bilder, die mir sehr ans Herz gehen. Was dort getan wurde, ist ein Verbrechen. Und nun scheint Russland an der Reihe. Ich selbst komme mit dem Internet nicht zurecht, aber ich werde meinen Kindern euer Flugblatt geben.

Als der Aufstand in Ägypten 2011 losging, hatte ich gehofft, das Volk erhebt sich jetzt in der gesamten arabischen Welt. Denn auch in den reichen Ölstaaten gibt es so viel Armut und Ausbeutung. Auf die arabischen Regierungen irgendwelche Hoffnungen zu setzen, dass sie den USA und der EU jemals ernsthaften Widerstand leisten würden, ist völlig aussichtslos.

Christoph Vandreier, Kandidat der Partei für Soziale Gleichheit

In Europa sind Millionen Menschen ohne Arbeit und Lohn. Nach den ungeheuren Verbrechen zweiter Weltkriege und des Nazi-Terrors reagiert der deutsche Imperialismus darauf wieder mit Krieg.

Wir wenden uns an alle Arbeiter und Jugendlichen. Lasst nicht zu, dass eine weitere Generation auf dem Altar der Großmachtinteressen geopfert wird!

Verbindet den Kampf gegen Krieg mit dem Kampf für Sozialismus! Macht die Europawahl zu einer Abstimmung gegen den Krieg! Wählt PSG!

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Pascal, Köln

Ich bin vor 15 Jahren aus Burkina Faso nach Deutschland gekommen. Aber das Land ist ein anderes geworden. Es wird immer schlimmer. Die Medien sind völlig korrumpiert. Sie propagieren nur, was ihnen die Bundesregierung sagt. Die Freiheit der Presse scheint es nicht mehr zu geben.

Die Situation in der Ukraine ist katastrophal und es wird noch schlechter. Wir erleben eine neue Politik der Kolonialisierung, bei der es um wirtschaftliche Interessen geht. Das war im Irak so, in Afghanistan und in Libyen. In Syrien ist es nicht anders. Die Kriege haben der dortigen Bevölkerung nur Leid gebracht, nichts hat sich zum Guten geändert.

Nun richten sich die USA und die europäischen Länder in der Ukraine gegen Russland. EU, USA und NATO verfolgen eine zunehmend aggressive Politik. Es ist wie im Kalten Krieg. Die Welt, wie sie ist, macht mir Angst

Pascal

Stimmt gegen Krieg! Wählt PSG!

Der Wahlspot der Partei für Soziale Gleichheit zur Europawahl 2014:

Frank, Mercedes-Arbeiter aus Berlin

Die Krise in der Ukraine ist vom Westen angezettelt. Dass gerade die Deutschen dort wieder mit Faschisten zusammenarbeiten, ist kriminell.

Ein Mercedes-Arbeiter aus Berlin

Meine Freundin hat Russland verlassen, weil die Lage der Arbeiter dort so katastrophal war. Wir haben jetzt beide Angst, dass es einen Krieg gibt. Ich dachte erst, in Kiew findet ein Aufstand statt, so wie in Ägypten, dass die Leute eine korrupte Regierung loswerden wollen. Aber jetzt bin ich mir nicht sicher, was eigentlich gespielt wird. Man kann den Medien nicht trauen.